Die Einführung einer Grundrente, die lediglich die physische Existenz sichert, wäre eine Abkehr von der jetzigen Sozialhilfepraxis. Entsprechend erfährt sie Widerstand.
Schwierige Zeiten für radikale Sozialpolitik (Schweiz, NZZ Online)
Die Einführung einer Grundrente, die lediglich die physische Existenz sichert, wäre eine Abkehr von der jetzigen Sozialhilfepraxis. Entsprechend erfährt sie Widerstand.
Schwierige Zeiten für radikale Sozialpolitik (Schweiz, NZZ Online)
21:40 in Medien, Sozialversicherung | Permalink | Kommentare (0)
Gérard Fischer, CEO der Swisscanto, äussert sich in einem Interview mit der Handelszeitung zu aktuellen Fragen der Fondsbranche. Er rechnet mit einer Konsolidierung und weiteren Fondsschliessungen. Trotz des schwierigeren Umfelds sieht er keine Notwendigkeit, Personal zu entlassen. Dem anhaltenden Druck auf das Bankgeheimnis sollte die Schweiz nicht im Alleingang begegnen.
14:53 in Kapitalanlagen, Medien | Permalink | Kommentare (0)
Der Blick schreibt: “Die Rentenkürzung in der zweiten Säule kommt vors Volk. Das Referendumskomitee hat rekordverdächtige 205 000 Unterschriften gegen die geplante BVG-Revision bei der Bundeskanzlei deponiert. Linke Parteien, Gewerkschaften, Rentner- und Konsumentenorganisationen wehren sich mit dem Referendum gegen den Entscheid des Parlaments, den Mindestumwandlungssatz in der zweiten Säule (BVG) bis 2015 schrittweise auf 6,4 Prozent zu senken.”
11:19 in Aktuarielles, Medien | Permalink | Kommentare (0)
Les performances catastrophiques de l’année 2008 ont déclenché un douloureux processus d’assainissement dans de nombreuses caisses, durement touchées par la crise : le degré de couverture - la proportion entre placements et engagements - a reculé partout, les réserves de fluctuations de valeurs ont fondu. Le 1er trimestre 2009 a été marqué par une poursuite de la baisse, ce qui a décuplé les inquiétudes, alimenté les craintes. Dans les conseils de fondation, les comité de placement, parmi les délégués des assurés ou des employeurs, dans les directions des caisses, les tensions sont palpables, les nerfs à vif : que faire ? Qu’est-ce qui fait sens?
10:05 in Kapitalanlagen, Medien | Permalink | Kommentare (0)
Silvio Bertolami schreibt im Blick zur Einreichung des Referendums gegen die Anpassung des Mindest-Umwandlungssatzes: “Schon zum zweiten Mal innert kurzer Zeit sollen die Pensionskassen-Renten gekürzt werden. Blick zeigt, warum das nicht nötig ist. Das letzte Wort hat das Volk. Zum Glück!”
09:28 in Medien | Permalink | Kommentare (0)
Alors que l’Office fédéral des assurances sociales doit faire le point aujourd’hui sur les situations de sous-couverture (voir SOS jargon) touchant nombre de caisses de pension, beaucoup ont déjà décidé des mesures d’assainissement. Les principales sont la suppression pour un an de la rémunération des avoirs des salariés, des cotisations d’assainissement et le gel des retraits pour amortir une hypothèque, plus rarement pour acheter un logement.
17:27 in Medien | Permalink | Kommentare (0)
In einem Beitrag für die Zeitschrift “work” der Unia erläutert der ehemalige Preisüberwacher Strahm, wer Schuld ist an den Verlusten der Pensionskassen und was die Stiftungsräte jetzt anders machen müssten. Zu den “Don’ts” gehören Spekulation, Hedge Funds, Aktivfonds, Dollaranlagen. Empfohlen werden dafür breit gestreute Anlagen und Offenlegung der Berater. So einfach ist das.
14:23 in Medien | Permalink | Kommentare (0)
Hans-Ulrich Stauffer, Chef der Pensionskasse Abendrot, hat in einem Interview mit der NZZ am Sonntag seine Meinung zu aktuellen Fragen in der 2. Säule kund getan. Hier einige Zitate:
NZZ: Bringt die Krise das Tabu (Rentnerbeteiligung an Sanierungen) ins Wanken?
Niemand will sich an dieser heissen Kartoffel die Finger verbrennen. Klar ist: Geht ein Arbeitnehmer in Pension, reicht das in dem Moment zurückgestellte Kapital nicht für die Rente. Man rechnet damit, dass der Finanzmarkt in Zukunft eine Verzinsung hergibt. Liegt diese unter dem sogenannt technischen Zins, mit dem man rechnet, reicht das Kapital nicht aus. In den letzten zehn Jahren konnten die benötigten 3,5% bis 4,5% Rendite nicht erwirtschaftet werden. Die Renten müssten theoretisch gekürzt werden. Das ist gesetzlich nicht möglich.
Wie stark haben Pensionskassen die Blasen am Finanzmarkt mitverursacht?
Heute lagern etwa 800 Mrd. Fr. in der zweiten Säule. Das ist gleich viel wie die totale Börsenkapitalisierung der Schweiz. Ich schliesse nicht aus, dass solche Summen kurstreibend gewirkt haben. Es hat sich derart viel Kapital angehäuft, dass wir in guten wie in schlechten Zeiten Schwierigkeiten haben, Geld anzulegen. Aus diesem Grunde müssen Kassen im Ausland investieren - zum Beispiel in isländische Banken, die dann plötzlich nichts mehr wert sind. Wir wären froh, der Bund nähme auch uns solche «toxischen Papiere» ab!
10:36 in Medien | Permalink | Kommentare (0)
Die freiwillige Zuwendung von Arbeitgeberbeitragsreserven an Pensionskassen ist eine schweizerische Besonderheit. Ist dies für das Unternehmen eine stille Reserve? Darf diese, oder muss sie gar, in der Firmenbilanz aktiviert werden? Der Frage geht Carl Helbling in Ausgabe 3/2009 des Schweizer Treuhänder nach.
Schweizweit betrugen 2006 die AGBR rund CHF 5 Mrd. Davon sind rund 7%, also CHF 350 Mio., solche mit Verwendungsverzicht, d. h., der Arbeitgeber verzichtet gemäss Art. 65 a BVG auf sein Bestimmungsrecht, so dass die betreffenden AGBR zur allgemeinen Sanierung gemäss Beschluss des Stiftungsrates verwendet werden können. Im Jahre 2002 hatten die AGBR insgesamt noch CHF 8,5 Mrd. betragen (Zahlen gemäss Pensionskassenstatistiken). Das sind knapp 1 bzw. 2% des damaligen gesamten Pensionskassenvermögens. Im Einzelfall kann eine AGBR durchaus sehr wesentlich sein.
In seinem Fazit hält Helbling u.a. fest: In der Bilanz des Arbeitgebers können AGBR ganz oder teilweise als Aktivum ausgewiesen werden. Dazu gibt das OR ein Wahlrecht. Eine Aktivierung ist nicht nur im Jahr der Bildung, sondern auch später noch möglich. Eine aktivierte AGBR in der handelsrechtlichen Bilanz (also nach OR-Grundsätzen) kann – wie andere Aktiven – nach Ermessen ganz oder teilweise wertberichtigt werden. Es entstehen dann, sofern die Wertberichtigung wirtschaftlich nicht nötig war, entsprechende (unversteuerte) stille Reserven.
09:13 in Literatur, Medien | Permalink | Kommentare (0)
Thomas Held, Geschäftsführer von Avenir Suisse, wurde von SPN, Schweizer Pension- und Investmentnachrichten, zu den Folgen der Finanzkrise auf die Schweizer Pensionskassen befragt. Hier ein paar Zitate.
Zu den PK-Experten: “Es gibt eine kleine Gruppe von Auserwählten, vielleicht 120 bis 150 Personen, die die Pensionskassen kontrollieren und testieren. Ihre Stellung gleicht der der Notare. Sie zu haben, ist wertvoll. Daran hängt eine grosse, feste Einkunft. Wenn man mit einer solchen geschlossenen, ja fast priesterlichen Kaste konfrontiert ist, dann würde man auch gerne wissen, wie es darin zugeht.”
Die Aussichten in den nächsten Jahren: “Ab den Pensionsjahrgängen 2011, 2012 nimmt die Zahl der Rentner stark zu. Das ist der berühmte Babyboomer-Knick in der Bevölkerungspyramide. Ab dann wird der Liquiditätsbedarf der Kassen stark zunehmen. Bis dahin wird der Kapitalmarkt es nicht schaffen, die finanziellen Lücken zu decken, die jetzt entstanden sind.”
Rentenanpassung: “Ab heute wäre eine Krisenanpassung möglich. Wichtig wäre, dass man die Auszahlungen schnell reduzieren kann, damit die Kassen wieder zu Reserven kommen. Mit einer Null- oder Negativverzinsung, die dem Ergebnis auf dem Kapitalmarkt entspricht, könnte der Rentenanspruch gesenkt werden.”
Sanierung: “Mit den Sanierungsmassnahmen werden temporär kürzere Mindestzinse beschlossen werden. Zwar gäbe es die Möglichkeit, eine Sanierung über Sonderbeiträge zu lösen. Aber im jetzigen konjunkturellen Umfeld wird dies die finanzielle Lage vieler Firmen in Frage stellen. Diese Möglichkeit gibt es nicht. Faktisch ist das Gesetz ausser Kraft gesetzt.”
AHV: Wir sind gerade an einer AHV-Studie, wo wir einen Ausweg aus dem Demografie-Problem pragmatisch aufzeigen. Kurz gesagt: das Rentenalter schrittweise anpassen. Es ist ein gradueller Entwurf, den wir präsentieren werden. Mehr verrate ich nicht.”
Umwandlungssatz: “Nehmen wir an, wir hätten bereits heute einen Umwandlungssatz von, sagen wir, fünf Prozent. Dann sähe die Welt anders aus. Man wäre für eine Finanzkrise dieses Ausmasses vorbereitet. Man hat die Demografie aber ignoriert. Das rächt sich jetzt.”
Freie Pensionskassenwahl: “Bei öffentlichen Auftritten vertrete ich diese Position nach wie vor. Doch in der jetzigen Situation würde ein solcher Umbau viele Kassen destabilisieren. Es gäbe eine Flucht von serbelnden zu soliden Kassen.”
11:23 in Medien | Permalink | Kommentare (0)


