Vorsorgeforum

15. Mai 09

Schwierige Zeiten für radikale Sozialpolitik

Die Einführung einer Grundrente, die lediglich die physische Existenz sichert, wäre eine Abkehr von der jetzigen Sozialhilfepraxis. Entsprechend erfährt sie Widerstand.

Schwierige Zeiten für radikale Sozialpolitik (Schweiz, NZZ Online)

08. April 09

Neue Website des Vorsorgeforums

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Das Vorsorgeforum hat heute seine neue Website aufgeschaltet. Die Homepage ist unverändert erreichbar unter www.vorsorgeforum.ch.

Der Weblog mit den Aktualitäten hat hingegen eine neue Adresse. Sie finden ihn unter http://www.vorsorgeforum.ch/bvg-aktuell/.

Neu ist auch die Adresse des RSS Feeds. Wenn Sie unsere Aktualitäten abonniert haben, nehmen Sie bitte die entsprechenden Änderungen vor. Der Link lautet

http://www.vorsorgeforum.ch/bvg-aktuell/rss.xml

Wir hoffen, Sie bleiben auch unserer (hoffentlich) verbesserten und übersichtlicheren Website treu. An dieser Stelle werden keine neuen Meldungen mehr publiziert.

Für das Vorsorgeforum 

Peter Wirth

 

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Coop PK: Feiert ihr 100jähriges Bestehen

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Mit einem würdigen Festakt hat die Coop-Pensionskasse “CPV-CAP” am 7. April in Luzern ihr 100jähriges Jubiläum gefeiert. Der Bedeutung des Anlasses gemäss konnte Bundesrat Pascal Couchepin als Festredner gewonnen werden. Dieser ergriff die Gelegenheit, über diverse aktuelle Fragen der Beruflichen Vorsorge und der Sozialversicherungen zu referieren und seine Sicht der Dinge darzulegen. Was die 2. Säule und das aktuelle Thema der Anpassung des Umwandlungssatzes betrifft, durfte er auf weitgehende Übereinstimmung mit den Festteilnehmern zählen. Anton Felder, VR Präsident der (genossenschaftlich organisierten) Kasse, verwies auf diverse interessante Details. Dazu gehört, dass die Kasse kurz vor der Umwandlung ihrer Rechtsform in eine Stiftung steht. Aus gegebenem Anlass besonders instruktiv: Die Kasse hat im vergangenen Jahr nicht nur ihren technischen Zins von 4 auf 3,5 Prozent reduziert, sondern auch den Umwandlungssatz auf 6,4 Prozent (!) gesenkt. Mit einem Sonderbeitrag der Arbeitgeberin “Mobilisierung von Reserven und Beitragserhöhungen” konnten Leistungskürzungen weitgehend vermieden werden. Eine besondere Lösung hat die CPV bei der Ausgestaltung ihres Leistungsprimats gewählt. Mit Zusatzbeiträgen werden Lohnerhöhungen und damit verbundene Einkäufe in höhere Leistungen vorfinanziert, was Nachteile des Beitragsprimats verringert. Die CPV-CAP zählt 35’000 aktiv Versicherte und 16’500 Rentner.

Mitteilung Coop

G.Fischer: Schweiz sollte nach Partnern suchen

Gérard Fischer, CEO der Swisscanto, äussert sich in einem Interview mit der Handelszeitung zu aktuellen Fragen der Fondsbranche. Er rechnet mit einer Konsolidierung und weiteren Fondsschliessungen. Trotz des schwierigeren Umfelds sieht er keine Notwendigkeit, Personal zu entlassen. Dem anhaltenden Druck auf das Bankgeheimnis sollte die Schweiz nicht im Alleingang begegnen.

HandelsZeitung

SVV: Verantwortungslose Demontage der 2. Säule

Der Schweiz. Versicherungsverband hält in einer Mitteilung fest: “Mit den Schlagworten «Rentenklau» und «Rentenkürzung» bekämpft die Linke die Anpassung des Umwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge und zielt gleichzeitig auf eine Grundsatzdebatte über die Rolle der Lebensversicherer in der 2. Säule ab. Das ist ideologisch motiviert und gefährlich, denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun: Eine Senkung des Umwandlungssatzes bringt den Lebensversicherern keinen zusätzlichen Rappen ein, der 2. Säule dafür aber Sicherheit und Stabilität.”

Mitteilung SVV

Umwandlungssatz: Referendum eingereicht

Der Blick schreibt: “Die Rentenkürzung in der zweiten Säule kommt vors Volk. Das Referendumskomitee hat rekordverdächtige 205 000 Unterschriften gegen die geplante BVG-Revision bei der Bundeskanzlei deponiert. Linke Parteien, Gewerkschaften, Rentner- und Konsumentenorganisationen wehren sich mit dem Referendum gegen den Entscheid des Parlaments, den Mindestumwandlungssatz in der zweiten Säule (BVG) bis 2015 schrittweise auf 6,4 Prozent zu senken.”

Blick

Motion: Revision der Anlagevorschriften

parlament Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, im Sinne einer Risikominimierung für Pensionskassen-Anlagen, angemessene Schwankungsreserven bei hohem Aktienanteil vorzusehen. Bei einem Aktienanteil von über 20 Prozent ist die anzustrebende Soll-Wertschwankungsreserve auf mindestens 50 Prozent des Aktienbestandes festzusetzen. Wertschwankungsreserven sollen zudem aus Anlagen bestehen, die eine geringe Volatilität aufweisen. / Eingereicht von Rudolf Rechsteiner.

Motion

Motion: Aktionärsrechte der Pensionskassen

parlament Der Bundesrat hat auf eine (der zahllosen) Motionen Rudolf Rechsteiners geantwortet. Er beantragt Ablehnung der Motion. In dieser wurde der Bundesrat beauftragt, über die Stärkung der Aktionärsrechte der Pensionskassen und ihrer Destinatäre vorzulegen. Der Bundesrat antwortet: “Der Bundesrat ist der Meinung, dass ein Bericht, welcher konkrete Vorschläge zur Stärkung der Aktionärsrechte im Sinne der Motion aufzeigen soll, nicht zweckmässig ist.”

Motion

Motion: Überschussfonds in der kollektiven Vorsorge

parlament Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, die Gesetzgebung so anzupassen, dass die den Versicherten im Rahmen der gesetzlichen legal quote zugewiesenen Überschüsse nicht länger der Solvenz der Lebensversicherungen angerechnet und im Nachhinein von diesen vereinnahmt werden können. / Eingereicht von Rudolf Rechsteiner.

Motion

Motion: Kollektive berufliche Vorsorge. Versicherung auf Gegenseitigkeit

parlament Eingereichter Text: Der Bundesrat erarbeitet die erforderlichen gesetzlichen Bestimmungen, damit die kollektive berufliche Vorsorge der Lebensversicherungen nach dem Versicherungsprinzip auf Gegenseitigkeit (mutual insurance) geführt wird.

- Die Sammelstiftungen der Lebensversicherungen werden rechtlich verselbständigt und bilden die für die Nominalwertsicherung nötigen Reserven primär aus den eigenen Erträgen.
- Soweit die federführenden Lebensversicherungen die Nominalwertgarantie aus eigenen Reserven absichern, sollen sie dafür eine gesetzlich geregelte, angemessene Abgeltung (maximale Eigenkapitalrendite) erhalten, ohne Zugriff auf die Erträge der Vorsorgevermögen zu nehmen.
- Verwaltungsgebühren sind ex ante zu definieren, Leistungen für Aktionäre, für das Kader und den Verwaltungsrat sind offenzulegen. / Eingereicht von Rudolf Rechsteiner

Motion

Lusenti: La crise bouleverse les placements des caisses de pension

image Les performances catastrophiques de l’année 2008 ont déclenché un douloureux processus d’assainissement dans de nombreuses caisses, durement touchées par la crise : le degré de couverture - la proportion entre placements et engagements - a reculé partout, les réserves de fluctuations de valeurs ont fondu. Le 1er trimestre 2009 a été marqué par une poursuite de la baisse, ce qui a décuplé les inquiétudes, alimenté les craintes. Dans les conseils de fondation, les comité de placement, parmi les délégués des assurés ou des employeurs, dans les directions des caisses, les tensions sont palpables, les nerfs à vif : que faire ? Qu’est-ce qui fait sens?

leTemps, article Graziano Lusenti

BSV: Faktenblatt zum Umwandlungssatz

admin Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat ein Faktenblatt zur Senkung des Mindestumwandlungssatzes publiziert. Darin hält das Amt u.a. fest: “Verzichtet man auf die Reform (Senkung, Ed.), kommt es zu einer unangebrachten intergenerationellen Solidarität: Die erwerbstätigen Versicherten müssten die Finanzierungslücke bei den an die Pensionierten ausgerichteten Renten decken. Es sind aber gerade diese Erwerbstätigen, vor allem jene mit Familienlasten, die oft die knappsten Budgets haben und nicht zu Unrecht belastet werden sollten. Und vor allem: In einem Umfeld, in dem die Vorsorgeeinrichtungen dazu gezwungen sein können, Sanierungsmassnahmen zu ergreifen, würde ein Verzicht auf die Reform nur zu einer Verschärfung dieser Massnahmen führen. Kurz: Ein Verzicht auf die Reform würde das berufliche Vorsorgesystem nur destabilisieren.”

Faktenblatt BSV

Blick: Es geht ohne Rentenklau

Silvio Bertolami schreibt im Blick zur Einreichung des Referendums gegen die Anpassung des Mindest-Umwandlungssatzes: “Schon zum zweiten Mal innert kurzer Zeit sollen die Pensionskassen-Renten gekürzt werden. Blick zeigt, warum das nicht nötig ist. Das letzte Wort hat das Volk. Zum Glück!”

Blick

ASIP: Die Lage ist ernst aber...

asip Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP warnt in einer Mitteilung vor “unangebrachter Hektik und rät zu notwendigen Sanierungen mit Augenmass”. In einer Mitteilung hält er fest: “Die Zahlen zur finanziellen Situation der 2. Säule, die das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) veröffentlicht hat, illustrieren den gegenwärtigen Ernst der Lage und decken sich weitgehend sowohl mit den Erhebungen des ASIP als auch mit seinen Empfehlungen. Gleichzeitig muss betont werden, dass die berufliche Vorsorge nach wie vor ein stabiles und funktionsfähiges System darstellt und allen Hiobsbotschaften zum Trotz auch dem gegenwärtigen Sturm standhalten wird. Voraussetzung dafür ist konsequentes Handeln mit Augenmass.

Mitteilung ASIP

ASIP: Ja zur Anpassung des Umwandlungssatzes

asip Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP schreibt in einer Medienmitteilung: “Aufgrund der weiterhin steigenden Lebenserwartung und der Entwicklungen der Kapitalmärkte ist ein versicherungs- und finanztechnisch korrekt festgelegter Umwandlungssatz für die Zukunft der beruflichen Vorsorge entscheidend. Ein zu hoher Umwandlungssatz führt zu kaum erfüllbaren Leistungsversprechen zulasten der Jungen und zu einer Umverteilung der Erträge. In diesem Sinn ist der Entscheid des Parlamentes, den Umwandlungssatz bis 2015 auf 6.4% zu senken, zu unterstützen. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP lehnt deshalb das Referendum gegen die Senkung des Umwandlungssatzes entschieden ab, da dieses die langfristige Sicherheit der beruflichen Vorsorge in der Schweiz gefährdet.”

Weiter wird festgehalten: “Die Senkung des Umwandlungssatzes verhindert zum einen die Aushöhlung der Pensionskassen durch zu hohe Rentenzahlungen. Zum anderen wird durch die Senkung das Solidaritätsprinzip aufrechterhalten, welches die gemeinsame Übernahme von Risiken durch die Versicherten vorsieht. Es ist nicht Zweck der 2. Säule, Renten durch die Umverteilung von Geldern von aktiv Versicherten auf Rentner zu sichern. Die Altersvorsorge der Versicherten muss im Gegenteil durch die langfristige Stabilität der 2. Säule gesichert werden.”

Mitteilung ASIP

06. April 09

Le Temps: Caisses de pension - premières mesures d’assainissement

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Alors que l’Office fédéral des assurances sociales doit faire le point aujourd’hui sur les situations de sous-couverture (voir SOS jargon) touchant nombre de caisses de pension, beaucoup ont déjà décidé des mesures d’assainissement. Les principales sont la suppression pour un an de la rémunération des avoirs des salariés, des cotisations d’assainissement et le gel des retraits pour amortir une hypothèque, plus rarement pour acheter un logement.

LeTemps

Konferenz der kant. BVG-Aufsichtsämter: aktuelle finanzielle Lage der VE

kantone

Sowohl das BSV als Aufsichtsbehörde der gesamtschweizerisch tätigen VE wie auch die kantonalen und regionalen Aufsichtsämter haben im ersten Quartal 09 bei den ihnen unterstellten Pensionskassen eine Umfrage veranstaltet, um das Ausmass der aktuellen Unterdeckung abschätzen zu können. Erste Resultate dazu wurden von der Zentralschweizer Aufsicht veröffentlicht. Nun hat die Präsidentin der Konferenz der kant. BVG-Aufsichtsbehörden, Christina Ruggli, über die Angaben der anderen Kantone informiert. Laut Ruggli sieht die Lage folgendermassen aus:

“Die Schätzungen zeigen derzeit, dass sich rund 21% der relevanten Vorsorgeeinrichtungen (BVG-registrierte und überobligatorische Vorsorgeeinrichtungen mit reglementarischen Leistungsversprechen) in Unterdeckung befinden. Dabei liegt der Deckungsgrad mehrheitlich über 90% (rund 75% der gemeldeten Unterdeckungen), wenige Vorsorgeeinrichtungen weisen einen Deckungsgrad von weniger als 90% auf (rund 25% der gemeldeten Unterdeckungen). Der Rücklauf dieser freiwilligen Meldungen liegt bei rund 40% der relevanten Vorsorgeeinrichtungen; etwas mehr als 50% der Rückmeldungen weisen auf eine Unterdeckung hin (die restlichen Rückmeldungen betreffen solche Vorsorgeeinrichtungen, die eine Überdeckung ausweisen).”

Aus diesen Daten ergibt sich laut Ruggli, dass sich schätzungsweise rund 35 Prozent aller VE in einer Unterdeckung befinden. Das sind deutlich bessere Zahlen, als sowohl ASIP wie auch Complementa, Swisscanto und das BSV veröffentlicht haben. Für die Differenz lassen sich verschiedene Gründe anführen: Laut Ruggli gehören öffentliche Kassen mit Staatsgarantie nicht in die Statistik; wichtiger aber dürfte sein, dass die erfassten Segmente sowohl bei den bisherigen Hochrechnungen und Umfragen wie auch beim BSV sich von jenen der Kantone unterscheiden. Diese zählen zu ihren “Kunden” zahlreiche kleine und mittlere Kassen mit einer eher konservativen Anlagestrategie, die zwar von der Krise ebenfalls getroffen wurden, aber nicht im gleichen Ausmass wie die grossen VE mit einem hohen Aktienanteil und alternativen Anlagen. Diese kleineren Kassen hätten auch tendenziell einen eher höheren Deckungsgrad vor Ausbruch der Krise ausgewiesen. Sie beteiligen sich aber weniger an den Umfragen und würden deshalb dort auch nicht ausreichend erfasst.

Dass am selben Tag das BSV wie auch die Konferenz der Aufsichtsämter stark abweichende Angaben zum Ausmass der Unterdeckung machen, dürfte kaum im Sinne einer koordinierten Information sein und auch mehr verwirren als zur Klärung der Situation beitragen. Es ist deshalb bedauerlich, dass sich das BSV offenbar nicht zu einer gemeinsamen Präsentation der Umfrage-Ergebnisse durchringen konnte.

Information der Konferenz der kant. Aufsichtsämter

BSV: 57 Prozent der VE in Unterdeckung, abweichende Zahlen der Kantone

admin Das Bundesamt für Sozialversicherung hat auf der Basis einer Umfrage bei den ihm unterstellten Vorsorgeeinrichtungen sowie zusätzlicher Modellrechnungen die Finanzierungssituation per Ende März 2009 analysiert.

Gemäss BSV weisen rund 43 Prozent der Pensionskassen einen Deckungsgrad von 100 oder mehr Prozent auf, rund 57 Prozent lagen darunter. Per Ende 2008 waren es rund 50 Prozent. Das zeigten Berechnungen aufgrund der tatsächlichen Vermögensverteilung von rund 1'900 Vorsorgeeinrichtungen. Diese Berechnung würden bestätigt durch eine Erhebung bei all jenen Pensionskassen, die direkt der Aufsicht des Bundes unterstehen. Per Ende 2008 meldeten 51 Prozent dieser Vorsorgeeinrichtungen eine Deckung von 100 Prozent oder mehr.

Basis der Berechnungen sind gemäss Bundesamt der Deckungsgrad und die Vermögensverteilung von rund 1'900 Vorsorgeeinrichtungen per Ende 2007, die dem BSV bekannt sind. Daraus wurde anhand des Verlaufs der Kapitalmarkt-Indizes und der technischen Zinssätze die wahrscheinliche gegenwärtige finanzielle Situation der einzelnen Vorsorgeeinrichtungen errechnet. Diese Berechnungen lieferten laut Meinung des BSV  “weit repräsentativere Informationen zur aktuellen Lage in der 2. Säule als Schätzungen, die viel weniger Vorsorgeeinrichtungen berücksichtigen und kürzlich ein wesentlich schlechteres Bild der Situation ergaben”.

Allerdings hat nicht nur das BSV sondern haben auch die kantonalen Aufsichtsämter parallel bei ihren Vorsorgeeinrichtungen Daten über das Ausmass der Unterdeckung gesammelt. Und die kantonalen Daten weichen signifikant von jenen des Bunds ab, sprich sie vermitteln ein weit weniger dramatisches Bild.

Mitteilung BSV

P&I: Fixing a broken system

image In the real world of 2009, some pension fund executives are wondering whether they placed too much faith in their systems — specifically their risk management systems — and not enough in humans. More and more, the answer appears to be yes. And so, as a result of the credit crisis, some pension funds are adding more of a subjective element to their investment decision-making. Experts say that existing risk models are ill-equipped to take into account extreme events — the so-called black swan events written about by former options trader and author Nassim Nicholas Taleb.

P&I

P&I: Speculation swirls over why the Mercer-Callan deal died

Mercer Inc. and Callan Associates Inc.'s proposed marriage, announced with fanfare on Feb. 17, has devolved into a guessing game on why the firms abruptly killed their engagement a scant six weeks later. Industry observers who suspect Mercer fled the altar say potential legal land mines could have soured Mercer's New York-based parent, Marsh & McLennan Cos., on the deal. At the same time, those who believe Callan rejected Mercer's embrace point to signs that a significant number of both Callan's clients and its consulting professionals were unhappy with the prospect of the San Francisco-based firm being subsumed within Mercer.

P&I

05. April 09

US state pension funds weigh toxic assets

us Representatives from at least 15 U.S. states discussed with a federal regulator the possibility of using their pension funds to buy troubled loans and securities, or "toxic assets," the Bergen County Record in New Jersey reported. The Record said pension officials from New York City, New York state, New Jersey and Connecticut met with Sheila Bair, head of the Federal Deposit Insurance Corporation, on Friday. Other states included Pennsylvania, California and Florida.

The paper said states are interested in investing in the Public-Private Investment Program for Legacy Assets because they think could provide a good return on investment. The program, unveiled by the U.S. Treasury, would provide federal funding to form public-private partnerships that would buy up so called "legacy assets," including commercial and residential mortgages and securities, the paper said.

Reuters

04. April 09

Bund: Vorzeitig Pensionierte weiterhin angestellt

admin Gut 60 Prozent der seit 2006 vorzeitig pensionierten Bundesangestellten lassen sich vom Bund weiter beschäftigen. Die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte hat den Bundesrat aufgerufen, hier auf die Bremse zu treten. Während der Übergangsfrist für den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat bei der Bundespensionskasse haben bis Mitte Januar 2008 rund 850 Angestellte gekündigt – halb so viele, wie im Sommer zuvor noch erwartet wurde. 70 vorzeitig frei gewordene Stellen wurden nicht wieder besetzt.

Wie die Finanzdelegation von den zuständigen Stellen erfuhr, arbeiteten seit Anfang 2006 insgesamt 531 vorzeitig Pensionierte mit einem neuen Arbeitsverhältnis oder auf Mandatsbasis weiter beim Bund. In der zentralen Bundesverwaltung waren es 286, bei den ausgelagerten Unternehmen und Anstalten 245. Ein Anteil von 60 Prozent sei doch «relativ viel», sagte Nationalrat Bruno Zuppiger (svp., Zürich) als Präsident der Finanzdelegation am Freitag vor den Medien in Bern. Zwar sei es sinnvoll, einem Verlust von Know-how entgegenzuwirken. Der Finanzdelegation missfielen aber vor allem jene Fälle, in denen neben der Rente weiterhin ein Einkommen bezogen wird. Der Bundesrat wird zu einer möglichst restriktiven Praxis aufgefordert. Die Landesregierung erklärte sich damit einverstanden. Sie wird voraussichtlich 2010 über die Entwicklung Bericht erstatten.

NZZ

Profond: Verwendung überschüssiger Kapitalien bei Neueintritten

Die Zeitung “Sonntag” hat am 22.3.09 Kritik an der Profond Sammelstiftung und deren Verwendung überschüssiger Kapitalien neueingetretener Vorsorgewerke geäussert. Wir haben auf den Artikel hingewiesen. Herber Brändli, Stiftungsrat der Profond, hat sich in einem Kommentar gegen die Vorwürfe gewehrt. Tatsache ist, dass der Artikel im “Sonntag” in einem wichtigen Punkt irreführend ist. Die Profond schreibt Kapitalüberweisungen, welche 85 Prozent der Deckungskapitalien (Deckunsgrad Ende 2008, techn. Zins 4 Prozent) übersteigen, den Neuanschlüssen in einem Sondervermögen gut. Die Vorsorgewerke erleiden folglich keinen unmittelbaren Verlust, allerdings sind diese Sondervermögen mit einem Verwendungsverzicht belegt, bis die Profond wieder die volle Deckung erreicht hat. Bei Austritten, die vorher erfolgen, entstehen als Folge der Teilliquidationsvorschriften Einbussen in Höhe der Unterdeckung. Das gilt auch bei grösseren Entlassungen innerhalb der Firmen der Vorsorgewerke. Laut Brändli wird nach Lösungen gesucht, um die entsprechenden Folgen zu mindern (freiwillige Weiterversicherung der betroffenen Arbeitnehmer). Gegenwärtig hat die Profond Sanierungsmassnahmen eingeleitet. In einem Bericht wird die finanzielle Situation per 1. Januar 09 analysiert.

Schreiben der Profond an die Anschlusspartner

Libera gründet Asalis: Anlageberatung für PKs

Die neugegründete LCP Asalis ist eine Tochterfirma der LCP Libera, welche seit 1963 Dienstleistungen für Vorsorgeeinrichtungen erbringt. Sie ist unabhängig von Finanzinstituten. Zu den Dienstleistungen der LCP Asalis zählen die Festlegung der Anlagestrategie, die Optimierung der Anlageorganisation, die Umsetzung der Anlagestrategie und das Investment Controlling.

Über ihren Berater erhalten die Kunden Zugang zu einem nationalen und internationalen Netzwerk von rund 60 Spezialisten der Anlage- und der Verpflichtungsseite. Das Know-how im Netzwerk ermöglicht es der LCP Asalis, bei ALM-Studien eine ausführliche Analyse und - auf Wunsch - eine dynamische Projektion von Pensionskassenverbindlichkeiten zu erstellen. Der Sitz des neuen Unternehmens befindet sich an in Zürich. Die LCP Asalis ist wie die LCP Libera ein Unternehmen der Gruppe Lane Clark & Peacock.

Asalis

03. April 09

Sammelstiftungen: Was tun bei einer Unterdeckung?

Das Vermögen von Sammelstiftungen und Pensionskassen ist ­letztes Jahr empfindlich geschrumpft. Einige müssen jetzt Sanierungsmassnahmen einleiten. Sammelstiftungen mit einem Vollversicherungsmodell hingegen tragen kein Unterdeckungsrisiko. Stefan Thurnherr vom VZ beschreibt in der UnternehmerZeitung die Situation.

UnternehmerZeitung

Vera/Pevos: Disziplinarstrafen für Staatsanwälte

Die Solothurner Staatsanwaltschaft hat mit ihrem Verhalten im Prozess rund um das Pensionskassen-Debakel der Anlagestiftungen Vera/Pevos die Dienstpflichten in "mehrfacher Hinsicht" verletzt. Die Regierung kürzt dem Oberstaatsanwalt und einem Staatsanwalt den Lohn. Die Massnahme ist die Konsequenz der von Justizdirektor Walter Straumann/CVP eingeleiteten Disziplinaruntersuchung. Die beiden nun Bestraften gerieten ins Schussfeld der Kritik, weil der Staatsanwalt an den letzten Prozesstagen der Hauptverhandlungen fern blieb. Er fuhr in die Ferien und der Oberstaatsanwalt billigte die Absenz.

02. April 09

Postulat: Höhere AHV-Renten statt Pensionskassen-Verluste

parlament Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht die finanziellen und sozialpolitischen Auswirkungen sowie die gesetzestechnischen Anforderungen einer AHV-Renten-Erhöhung von 33 Prozent bei einer entsprechenden Kürzung der Renten der Pensionskassen aufzuzeigen. Insbesondere sind die Auswirkungen auf die Deckungsgrade für Pensionskassen darzustellen.

Begründung: (…) Es muss zwingend nach einer Lösung gesucht werden, die den Standort Schweiz nicht zum Sklaven der zweiten Säule macht. Kurzfristig ist eine Lösung am ehesten über eine Verschiebung der Leistungen von der zweiten hin zur ersten Säule unseres Rentensystems machbar. Die Erhöhung der AHV würde zu einer massiven Entlastung der Pensionskassen führen und den Sanierungsbedarf eindämmen.

Eingereicht von Edith Graf.

Postulat

Finanzkrise und BV: Erste Einsichten

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Die Schweizer Personalvorsorge hat mit dem Vorsorgeforum als Partner an einem “Regio-Anlass” in St. Gallen prominente Referenten und Diskussionsteilnehmer zu einem Gedankenaustausch über die Finanzkrise und ihre Konsequenzen für die 2. Säule eingeladen. Der Diskussion mit  einem erweiterten Panel gingen vier bemerkenswert informative Referate voraus. Daniel Lang vom St.Galler Institut für Versicherungswirtschaft präsentierte die Resultate einer Umfrage bei den grössten PKs, Versicherern und Banken über die “Auswirkungen der Krise auf die kapitalfinanzierte Vorsorge”. Die Antworten – gegeben im Dezember – könnten heute schon wieder anders und vielleicht etwas kritischer lauten. Die geäusserte Hoffnung, ab 2010 sei wieder mit einer Normalisierung zu rechnen, erscheint jedenfalls optimistisch, wie auch die Annahme, grundlegende Konsequenzen auf das System seien nicht zu erwarten.

Michael Brandenberger (CEO der Complementa) analysierte die Ergebnisse des Börsencrashs auf die PK-Anlagen, welche sich auf Basis der Daten des Risiko Check-up verallgemeinern lassen. Die Hochrechnungen lassen einen Anteil der unterdeckten Kassen von über 60 Prozent erwarten, laut Brandenberger ein Worst Case-Szenario, weil der Grossteil der kleinen Kassen nicht einzeln erfasst ist, diese aber deckungsmässig über dem Durchschnitt liegen. Die bisher publizierten Daten der Aufsicht scheinen diese Meinung zu unterstützen. Aufschlussreich waren die von ihm gezeigten Grafiken über das Versagen der “Statistik”, sprich das nicht eingehaltene Versprechen der Diversifikations-Strategien. Die Efficient Frontier für eine Wahrscheinlichkeit von 2,5 Prozent (durchschnittliches Auftreten eines Ereignisses alle 40 Jahre) wurde nämlich von allen wichtigen Anlagekategorien durchbrochen. Das letzte Mal ist dies 1974 geschehen. Brandenbergers Trost: nun werde es wohl dafür umso länger dauern, bis dieser Fall wieder eintrete… Die grosse Frage aber lautet: Hätte man die Ereignisse ahnen können?

Wie haben sich die Versicherer in dem tumultuösen Umfeld behauptet? Mathias Henny, CIO der Axa-Winterthur, erläuterte die Strategie des Versicherers, der unter dem Zwang der Leistungsgarantie steht und Verluste, wie sie die meisten Pensionskassen hinnehmen mussten, nicht tragen kann. Die Axa-Winterthur hat sich so gut geschlagen (Verlust 2008 0,5%), dass von der Konkurrenz der Vorwurf des Werbespots kam. Wesentlich geholfen hat der Gesellschaft, dass sie ihren Aktienbestand von 7 Prozent im Sommer 2007 bis Ende 2008 auf minimale 1 Prozent reduzierte. Trotzdem strebt sie an, mit ihrem diversifizierten Portefeuille das Ertragspotential von 25 Prozent Aktien zu erreichen.

Als Vertreter der Asset Manager referierte Jürg Honegger (Bank Wegelin). Mit seinen Grafiken illustrierte er eindrücklich die Geschehnisse von 2008. Als Trost diente eine Darstellung der Entwicklung über die letzten 80 Jahre welche zeigt, dass “letztlich noch immer die Bullen die Bären besiegt haben”. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die letzten zehn Jahre für die Vorsorgeeinrichtungen keine ausreichende Rendite beschert haben, und zehn Jahre sind ein halbes Rentnerleben. Wichtiger noch ist natürlich der Blick in die Zukunft. Anstelle von Prognosen präsentierte Wegelin drei Szenarien: Deflation, Inflation und Währungskrise. Alle drei benötigen unterschiedliche Strategien und möglicherweise folgt ja ein Szenario dem anderen. - Was sich wirklich abspielt, darüber wird an dieser Stelle zu gegebener Zeit berichtet…

Unterlagen

Salon PPS in Genf

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Die Schweizer Personalvorsorge wird im kommenden Juni zum zweiten Mal in Genf eine Messe zur Beruflichen Vorsorgedurchführen. Der Anlass unter dem Titel “Salon PPS” geht vom 10. bis 11. Juni. Er findet statt im Centre International de Conférences. Ähnlich wie bei der ebenfalls alle zwei Jahre stattfindenden PK-Messe in Zürich wird die Ausstellung begleitet von einem umfangreichen Rahmen-Programm.

Website

01. April 09

Aon Consulting: Bundesgesetze, Verordnungen und Masszahlen zum BVG 2009

Aon Consulting hat ihre Zusammenstellung der Gesetze, Verordnungen und Masszahlen zur Beruflichen Vorsorge auf den Stand vom 1.1.2009 aktualisiert. Es ist vor allem das alphabetische Sachregister, welches den Gebrauch dieser Gesetzessammlung ganz wesentlich erleichtert, weshalb sie auch ihren festen Standort auf unserem Schreibtisch gefunden hat. Bei Aon Consulting unentgeltlich zu bestellen per Mail.

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